Taubenabwehr: Wie verjage ich Tauben aus meinem Zinshaus?

Tauben sind eine echte Plage. Vor allem Zinshausbesitzer können ein Lied davon singen. Nicht selten besetzen die Vögel den Innenhof, nisten am Dachboden oder beschmutzen die Zinshausfassade. Da ist einem der sprichwörtliche Spatz in der Hand tatsächlich lieber als die Taube auf dem Dach.

Tipps für Zinshausbesitzer zum Thema Taubenabwehr

Jedenfalls sollte man als Besitzer eines Zinshauses etwas gegen Tauben unternehmen. Denn alleine eine Taube produziert pro Jahr zwei bis drei Kilo Kot. Kot, der sich nicht nur auf Simsen oder in Dachrinnen sammelt, sondern sogar Materialien wie Beton oder Marmor angreift. Die Folge sind ein erhöhter Reinigungsaufwand und Schäden an der Fassade, die instand gesetzt werden müssen. Außerdem sind die Parasiten, die mit den Tauben mitflattern extrem gesundheitsgefährdend.

 

Aber wie kann man Tauben von einem Zinshaus fernhalten? Lautes Klatschen hilft, aber nur kurzfristig. Eine Dauerlösung ist das nicht. Da braucht es eine Taubenabwehr, raten Experten. Die Immomarie hat sich also schlaugemacht, was für Möglichkeiten man hier hat.

 

Was hilft gegen Tauben?

 

Für Simse und Balkone gibt es sogenannte Taubenabwehrspitzen. Diese sehen aus wie Spikes, sind einfach zu montieren und kosten pro Laufmeter rund zehn Euro (inkl. MwSt.). Um einen Lichtschacht oder einen Hof vor Tauben zu schützen, gibt es Netze. Diese sind in der Regel aus UV- und witterungsbeständigem Kunststoff (Polyethylen) und haben eine Maschenweite von 50 x 50 Millimeter. Pro Quadratmeter muss man mit ca. einem bis zwei Euro rechnen.

 

Dann gäbe es noch kleine elektronische Geräte zur Taubenabwehr, die „modulierte Hochfrequenzen“ erzeugen. Diese wirken speziell abgestimmt auf das Hörsystem der Vögel, erzeugen aber keinen Lärm und auch Haustiere bleiben verschont. Das Versprechen der Hersteller: In einem Umkreis der Geräte von fünf bis zehn Meter fühlt sich keine Taube mehr wohl. Der Preis: rund 60 bis 80 Euro.

 

Taubenabwehr für Zinshäuser kostet

 

Diese Geräte mögen am privaten Balkon gut funktionieren, einen Hof oder ein ganzes Zinshaus wird man auf Dauer aber so nicht taubenfrei bekommen. Und auch bei der Montage von Spikes und dem Netz wird man sich ohne professionelle Unterstützung schwertun. Da braucht es eine Fachfirma. Was die kostet, ist aber leider schwer zu sagen. So kann eine vom Profi montierte Taubenabwehr für einen Balkon um die 350 Euro kosten oder auch 700 Euro. Bei einem Hof ist die Preisspanne noch größer. Allein für die Montage (ohne Materialkosten) eines entsprechend großflächigen Netzes müssen zwischen 1.000 und 1.500 Euro kalkuliert werden.

 

Die großen Preisunterschiede haben ihre Gründe. Das fängt schon damit an wie gut ein Hof, der vor den Tauben geschützt werden soll, zugänglich ist. Kann man das Netz von Fenstern aus montieren, benötigt man ein Gerüst oder muss man sich gar vom Dach abseilen?

 

Es gibt viele Faktoren, die die Sache erschweren und verteuern können. In welchem Zustand ist die Fassade? Wie gut halten die Dachrinnen? Sind Dachrinnen beispielsweise aus Kupfer, kann man keine Ösen, Spanner oder Seile aus Eisen nehmen. Denn Eisen „reagiert“ mit Kupfer, wie Experten wissen, es korrodiert. Da braucht man dann Edelstahl und das ist wieder teurer.

Achtung - Strom bei denkmalgeschützten Zinshäusern

 

Noch heikler wird die Sache, wenn das Zinshaus unter Denkmalschutz steht. Dann darf man vielleicht gar kein Netz oder Taubenabwehrspitzen montieren, die man von der Straße aus sieht. Der Experte rät dann zu Stromsystemen, die ähnlich funktionieren wie Weidezäune und kaum sichtbar sind. Die Stromsysteme verletzten die Tauben nicht, wirken aber trotzdem extrem abschreckend. Leider auch auf Menschen, wenn diese die Drähte berühren. Zudem ist diese Form der Taubenabwehr die teuerste und muss auch öfter gewartet werden.

 

Es ist also nicht billig, Tauben von einem Zinshaus dauerhaft fernzuhalten. Was Fachfirmen aber anbieten, ist, dass sie vorbeikommen, sich alles anschauen und einen Kostenvoranschlag erstellen. Wenn Ihnen das trotzdem zu viel Aufwand ist oder sie ohnedies überlegen, Ihr Zinshaus oder Ihren Anteil an einem Zinshaus zu verkaufen. Aktuell ist dafür eine sehr gute Zeit. Und wir machen Ihnen gerne ein Angebot.

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